Helfen Spenden Förderer werden

World Humanitarian Summit

Seit Ende Februar liefen bei uns die Vorbereitungen zum World Humanitarian Summit, dem Weltgipfel der Humanitären Hilfe und nun war es endlich soweit, vom 22. Bis zum 24. Mai hat unser Team, bestehend aus Alina und Charlotte, die Arbeit der IHA auf der Exhibitions Fair des WHS vorgestellt.

Was ist der WHS?

Der WHS war der erste Weltgipfel der Humanitären Hilfe,  der auf die Initiative von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon seit 2012 vorbereitet wurde. Auf dem Gipfel trafen sich zwischen 5000 und 6000 Delegierte, darunter viele Staats- und Regierungschefs, um über Themen der Humanitären Hilfe, grundsätzliche Veränderungen in diesem Bereich zu diskutieren und neue Ansätze zu finden. Auf der zum Gipfel gehörenden Exhibitions Fair stellten Organisationen, Interessenvertreter, Staaten und Unternehmen ihre Arbeit vor.

Der Weg der IHA zum WHS

Als kleine und junge Organisation erschien er uns zunächst unmöglich auf einer so hochkarätigen Veranstaltung vertreten zu sein, was uns allerdings nicht von einer Bewerbung abgehalten hat. Als Ende März schließlich die Zusage kam konnten wir es kaum fassen. Es bliebe jedoch die Frage der Finanzierung. Jeder der einmal eine Messe oder einen Messauftritt organisiert hat wird wissen, dass eine Organisation wie unsere sich die üblichen Kosten für einen Stand nicht leisten kann, doch auch hier hat sich alles zu unseren Gunsten entwickelt. Als Teil der Bewerbung war es auch möglich um eine Kostenübernahme durch die UN zu bitten. Bei einigen wenigen, kleinen und nicht finanzkräftigen Organisationen wurde dieser Bitte nachgekommen, darunter auch die IHA. Somit fielen nur noch Kosten für Printmaterialien und Reise an, ein Betrag der deutlich einfacher zu stemmen war.

Auf dem WHS

Alina und Charlotte sind am Freitagabend in Istanbul angekommen und haben am Samstag den Stand aufgebaut. Obwohl der Gipfel nur am Montag und Dienstag stattfand wurde die Exhibition Fair schon am Sonntagmittag eröffnet. Die IHA war an allen drei Tagen vor Ort und hat über ihre Arbeit aufgeklärt und für die Rolle von ehrenamtlichen Volunteers geworben. Wir haben zahlreiche Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft. Unsere ersten Eindrücke von dem Gipfel waren ernüchternd. Die ersten Ergebnisse der Gipfeltreffen waren zwar viel versprechend, doch was uns sehr fehlte war Begegnung zwischen Entscheidungsträgern und kleineren Organisationen wie unserer. Dies hat sich am zweiten Tag etwas gebessert und wir sehen die Endresultate des Gipfels grundsätzlich positiv. Allerdings muss sich in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren zeigen wie viel sich verändern kann und ob das System der Humanitären Hilfe wirklich willens ist sich an die neuen Bedingungen und Bedürfnisse anzupassen. Wir werden dies kritisch beobachten, da in der Vergangenheit Versprechen oft nicht eingehalten wurden. Für uns als Organisation war der Gipfel ein großer Erfolg im Bezug auf unsere Entwicklung und dem Knüpfen von Kontakten mit Partnern, die die gleichen Prinzipien wie wir hoch halten und sich auch dem Leisten von schneller Humanitärer Hilfe verschrieben haben.

Außerdem besteht ein weiteres Ergebnis des Gipfels in einer deutlichen Veränderung unserer Organisation, durch die Kontakte und potentiellen neuen Aufgabenfelder die sich ergeben haben und durch Selbstverpflichtung. Große Organisationen und Geldgeber haben sich auf dem Gipfel zu einer besseren Finanzierung der Humanitären Hilfe verpflichtet und wir verpflichten uns zu einer stärkeren Implementierung von Standards und Professionalismus. In den kommenden Monaten werden wir Evaluationsstrategien entwickeln und unsere Arbeit auf eine stärkere Evidenz-Basis stellen. Dies sind natürlich sehr große Aufgaben für eine so kleine Organisation aber sie sind unerlässlich um unsere Arbeit ethisch und transparent zu machen.

Wir bedanken uns bei allen die dies möglich gemacht haben.