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Vorstellung Team – Alina, Sascha und Sebastian

Nach über einem halben Jahr IHA gab es auch in der Organisationsstruktur nochmal eine Neuorientierung. Prinzipiell haben wir den Vorstand verbreitert und können die Verantwortung nun auf 4 anstatt vorher 3 Vorstände verteilen. Personell hatte dies zur Folge, dass Sascha Freitag und Judith Ruppert aus dem Vorstand ausgeschieden sind. Sascha wird sich in Zukunft gemeinsam mit Alina um unsere neue Geschäftsführung kümmern. Gerne möchten wir euch nun nach uns nach unser Team vorstellen und beginnen mit Alina und Sascha – außerdem berichtet unser ehemaliger Koordinator aus Griechenland von sich und seinen Erfahrungen.

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Ich heiße Alina, bin 25 Jahre jung und verheiratet.
Seit Anfang an bin ich mit vollem Herzblut bei unserem Verein dabei und super stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. Ich führe mir immer wieder vor Augen wieviele tolle Helfer und Spender so vielen Menschen auf Flucht helfen. Es ermutigt mich immer weiterzumachen und nicht aufzugeben, egal wie schwer es manchmal sein mag!
Einige kennen mich unter der quirligen Alina, die niemals Pause macht. Andere kennen mich als die super strukturierte Alina Iha, die nur so in die Tasten haut. Ich bin bekannt für meine ganzen Listen und Tabellen, die ich jedem Koordinator vor Ort auf’s Auge drücke 😉
Bevor ich im Februar eine schwer erkämpfte Festanstellung bei der IHA antrat, war ich stellvertretende Empfangsleitung in einem 4* Sterne Hotel in München. Ein Zusammenspiel beider Jobs war einfach nicht mehr möglich. Deshalb entschloss ich mich, meiner Hotelkarriere den Rücken zu kehren und das zu machen, was ich gerade schlicht und ergreifend für richtig und wichtig empfinde. Manchmal sollte man sich einfach von seinem Leben lenken lassen, ganz getreu zu meinem Lebensmotto: “Carpe Diem! Nutze den Tag!”

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1973 geboren, bekam ich die Friedensbewegung hautnah dank meiner Eltern mit, während der Schulzeit engagierte ich mich u.a. für Greenpeace, studierte kurze Zeit Politikwissenschaft. Beruflich landete ich bei HarmoniaMundi France (ein Jazz-und Klassiklabel) wurde dort Vertriebsleiter und wechselte später zu einem Mitbewerber als General Manager. Stets einen erweiterten Sinn suchend wurde ich aber im Wirtschaftsbetrieb nicht wirklich glücklich. Alles weitere ergab sich dann quasi Schicksalsmäßig.
„Nachhaltig. Sozial. Umweltbewusst“ – mit diesen Schwerpunkten habe ich 2012 meine Selbstständigkeit begonnen, bin 2014 lokalpolitisch im Münchner Stadtbezirk Berg am Laim als Beauftragter gegen Rechts gewählt worden und leite mein privates Handeln danach aus. Die Nachrichten 2015 aus dem damaligen Brennpunkt Röszke waren die Initialzündung mehr zu machen und auch auch Freunde zu aktivieren. Als wir kurz nach unserem Aufenthalt im damaligen Brennpunkt Röszke entschlossen die IHA zu gründen, war für mich sofort klar, dass hier mein Herz reinfließt. Zunächst als Vorstand gewählt, stellten wir fest, dass wir enorm schnell wachsen und unseren Anspruch der effektiven Hilfe nicht mit einer reinen Ehrenamtsstruktur gewährleisten können. Zum Glück gab es Alina, die sofort als Hauptamtliche gewonnen werden konnte.
Um die Ehrenamtsstruktur beizubehalten bin ich als Vorstand zurück getreten und werde sie nun als zweiter Geschäftsführer unterstützen. Alina bleibt das Gesicht nach außen und wird weiterhin alles wunderbar organisieren, ich hingegen kümmere mich um alles Bürokratische im Innern. Zudem baue ich den politischen Arm der IHA auf, um für eine menschenwürdige Politik einzutreten und bin fleißig am Netzwerken, um Spendengelder zu akquirieren.
Ich setze mich für eine solidarische Gesellschaft ein, die alle Menschen mitnimmt und einbindet. Das Asylrecht muss unter Einbindung von vielen unterschiedlichen Menschenrechtsorganisationen grundlegend überarbeitet werden.

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Mein Name ist Sebastian, ich bin 25 Jahre alt und komme aus München. Nach Jahren des Reisens und Ausprobierens lebe ich nun seit gut eineinhab Jahren in Innsbruck. Nicht nur die Berge und die Nähe zu Italien zogen mich nach Tirol, sondern vor allem mein Studium. Am Management Center Innsbruck habe ich mit Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement eine Ausbildung gefunden, die es mir ermöglicht mich auf Nonprofitorganisationen und Human Aid zu spezialisieren.
Im Rahmen der Flüchtlingsarbeit führte mich mein Weg über Camps in Slowenien und Frankreich nach Griechenland, wo ich zwei Monate lang Field Coordinator für die IHA in Idomeni war. Ich hatte die große Ehre, dort das dauerhafte Engagement der IHA zu beginnen und startete im März diesen Jahres quasi bei Null.
Mit einem Volunteer Team wechselnder Größe und in enger Zusammenarbeit mit anderen Gruppen konnte ich einige Projekte auf den Weg bringen.

Anfangs haben wir uns sehr stark auf die Verteilung von Kleidung im großen Stil fokussiert, doch mit der Jahreszeit und den Wochen änderten sich die Bedürfnisse. Die Analyse der Situation im Camp zusammen mit Geflüchteten half mir den wirklichen Bedarf zu ermitteln und neue Ideen auszuarbeiten. Nach der Kleider Distribution spezialisierten wir uns auf die (schwierige) Ausgabe besonders benötigter Artikel wie zum Beispiel Hygienepacks, Unterwäsche, Sonnencreme oder Mückenschutz. Wenn wir gerade nicht selber am verteilen waren, unterstützten wir andere Projekte bzw. Gruppen bei ihren Aufgaben.
Mir persönlich ist es ein besonderes Anliegen auch strukturelle Veränderungen im Camp voranzubringen und zusammen mit Refugees und nicht nur für sie zu arbeiten. So plante ich zusammen mit ein paar andern Longterm Volunteers das Konzept für eine Community Kitchen und das Idomeni Cultural Center. Letzteres ist ein rießiger Erfolg geworden und die Idee Bildung und Spaß zu vereinen und so einen Ort positiver Stimmung für alle im Camp zu schaffen steht für sich. Mehr Infos und die ganze Geschichte zum ICC und was sich seitdem in Griechenland noch so alles tut findet ihr hier im Newsletter.  
Nach Griechenland ging es für mich zum Scouting und Kontakte knüpfen nach Rom und Sizilien, denn eine neue Route wird bald kommen und wir sollten vorbereitet sein. Mittlerweile bin ich wieder zurück in Österreich, das Studium geht weiter und ich habe mein Augenmerk nun auf Italien gerichtet. Den Brenner vor der Haustür bin ich gespannt wie es hier weitergeht.